„Lebendiger Adventskalender“

Über € 3.000,- für die Einrichtung der Villa

Mindestens 3.015,10 Euro, weil vier der Adventskalender-Gastgeberinnen bei der Zählung und Übergabe nicht dabei sein konnten. Das Geld soll zum Beispiel für die Einrichtung der Kultur- und Begegnungsstätte verwendet werden.

Bereits zum 11. Mal fand in der Vorweihnachtszeit in Volksdorf der ehemals von Annett Tudsen ins Leben gerufene „Lebendige Adventskalender” statt. Dahinter steckte – und steckt – die Idee, dass 23 Volksdorfer Familien an jeweils einem Abend im Dezember ihre Nachbarn, Freunde und Bekannten in ihren Garten zu einem Glas Glühwein oder Punsch einladen. Anlässlich dieses Treffens wird dann um eine Spende für einen vorher festgelegten Zweck gebeten. So erhielten in der Vergangenheit das Museumsdorf Volksdorf und das Koralle Kino eine finanzielle Unterstützung. Diesmal war für die im vergangenen Jahr erst gegründete „Stiftung Ohlendorff’sche Villa” gesammelt worden.

Vor drei Jahren hat nun Ulrike Clees die recht aufwändige Organisation der alljährlichen Veranstaltung übernommen. Insgesamt 19 Familien hatten sich in diesem Jahr gefunden, um den „Lebendigen Adventskalender” auszurichten.

Im vergangenen Dezember allerdings hatten es die Gastgeber nicht immer leicht. Feuerkörbe verbreiten ihre schöne Atmosphäre zwar auch, wenn es nicht wirklich kalt ist, aber gegen den häufig aufgetretenen Regen können sie nicht schützen. Und der kam oft leider genau zur unpassenden Zeit. So erzählte Ilka Neitzel, die am 22. Dezember mit dabei war, der Redaktion des Volksdorf Journal, dass sie zu 18 Uhr die Gäste geladen hatte. Pünktlich um 17:45 Uhr fing es dann aber an zu regnen. Da halfen dann nur noch die aufgestellten Sonnen- und die mitgebrachten Regenschirme. Besonders ärgerlich war schließlich noch, dass es pünktlich um 19 Uhr aufhörte zu regnen, als die Gäste gerade wieder aufgebrochen waren.

In seiner Begrüßung zeigte der Vorstandsvorsitzende der in diesem Jahr bedachten Stiftung Ohlendorff’sche Villa, Andreas Meyer, den Baufortschritt bei der denkmalgerechten Renovierung auf. Dabei wurde klar, dass sich die ehemals sehr hoffnungsvollen Erwartungen, dass mit einer Fertigstellung schon im 1. Quartal dieses Jahres zu rechnen ist, nicht erfüllen werden. Diverse nachträglich aufgetauchte Probleme führen dazu, dass das ehrwürdige ehemals weiße Gebäude in der Mitte von Volksdorf wohl frühestens im Sommer genutzt werden kann. „Und wenn sich einige fragen sollten, ob noch Geld benötigt wird und man noch spenden kann, so kann ich nur sagen: ja, man kann!”, so Andreas Meyer. „Sie haben mit dem Adventskalender erheblich dazu beigetragen, dass die benötigten Gelder zusammen kommen.“

Auch gab er seiner Freude darüber Ausdruck, dass in den vergangenen Wochen viele kleine und große Spenden eingegangen seien, drückte aber auch seine Hoffnung aus, dass sich in nächster Zeit noch zahlreiche weitere Zustifter und Spender finden, die mithelfen, die insgesamt benötigten 300.000 Euro aufzubringen.

Auch Ulrike Clees bedankte sich als Organisatorin bei den anwesenden Gastgeberfamilien. Sie würdigte, dass sich die Veranstalter der Abende trotz der widrigen Witterungsverhältnisse in diesem Dezember bereit erklärt haben dabei zu sein. Sie will auch in diesem Jahr wieder die Organisation übernehmen: „Ein Verwendungszweck für die Spenden lässt sich sicherlich finden” schloss sie.

Auszüge aus dem Bericht im Volksdorf Journal, www.volksdorf-journal.de