Ohlendorff’sche Villa zeigt Flagge

Kam Kaiser Wilhelm II. in die Hansestadt, dann hisste man ihm zu Ehren auf dem Dach des Ohlendorff’schen Kontorgebäudes, dem Dovenhof, die Flagge der Hamburger Kaufmannsfamilie. Kaiser und Dovenhof gibt’s lange nicht mehr, wohl aber die Flagge. Sie soll nach der Wiedereröffnung der Ohlendorff’schen Villa dort präsentiert werden.

Heinrich und Albertus Ohlendorff hatten mit dem Handel von Guano ein erhebliches Vermögen erwirtschaftet, aus dem sie u.a. ein Offizierslazarett stifteten. Sie wurden darauf in den erblichen Adelsstand erhoben und legten sich ein Wappen zu. Ein unbekannter Künstler schuf das heraldische Werk mit dem gestalterischen Rat des Architekten der Familie, Martin Haller.
Die vermutlich 1885 geschaffene, 4,15 mal 2,85 m grosse Familienflagge, die von der Volksdorfer Ohlendorff-Biografin Karin von Behr verwahrt wurde, soll nun von den Restauratorinnen Bettina Heine und Claudia Schillo aufgearbeitet werden. Die Kosten hat die Hamburger Sparkasse zu übernehmen angekündigt.


Foto oben (A. Andresen Schneehage): In ihrer vollen Grösse wird die Flagge der Familie von Ohlendorff künftig wohl nicht mehr zu sehen sein. Restauratorin Bettina Heine, Biografin Karin von Behr, Andreas Meyer, Haspa-Direktor und Vorsitzender des Vorstands Stiftung Ohlendorff’sche Villa, und Textilrestauratoroin Claudia Schillo (v.l.n.r.) breiten sie noch einmal voll aus.

Nach einem Bericht in der Wochenzeitung MARKT

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